Hubert Balze

Hubert Balze

  • 10. Juni 1936 in Reichenau (Oberlausitz) geboren
  • 1945 übersiedlung der Familie nach Balderschwang im Allgäu
  • 1946 übersiedlung nach Stadtbergen, Eintritt in das Gymnasium St. Anna in Augsburg
  • 1947 übersiedlung nach Furth im Wald (Oberpfalz)
  • 1951 Rückkehr nach Stadtbergen und an das Gymnasium bei St. Anna
  • 1956-1960 Studium der Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München
  • 1962-1999 Kunsterzieher am Martin-Behaim-Gymnasium in Nürnberg und Gymnasium bei St. Anna in Augsburg
  • 1966-1994 Wohnorte: Täfertingen und Diedorf
  • 1983-1994 Atelier im ehemaligen Hauptkrankenhaus Augsburg
  • seit 1994 Wohnung und Atelier in Aystetten
Einzelausstellungen u.a.:
  • 1971 Studiengalerie der Universität Stuttgart
  • 1972 Galerie Ruf, München
  • 1977 Galerie „Die Ecke“, Augsburg
  • 1987 Städtische Kunstsammlungen Augsburg, Kellergalerie
  • 1988 El-Galerie, Karlsruhe
  • 1988 Musée-Ècole de la Perrine, Laval (Dep. Mayenne)
  • 1990 Holbeinhaus, Augsburg
  • 1993 El-Galerie, Karlsruhe
  • 1993 Galerie Victor Hugo der Stadt Bourges, Bourges
  • 1993 Galerie „Die Ecke“, Augsburg
  • 1999 Foyergalerie im Stadttheater, Augsburg
  • 2001 Holbeinhaus, Augsburg
  • 2006 Foyergalerie im Stadttheater, Augsburg
Ausstellungsbeteiligungen u.a.:
  • 1966 Biennale der fränkischen Kunst, Nürnberg
  • 1968-2006 Große Schwäbische Kunstausstellung, Augsburg
  • 1985 „Künstler sehen Augsburg“ (zur 2000-Jahr-Feier), Augsburg
  • 1996 Gruppenausstellung in der Universität Augsburg
  • 1998 Ausstellung der Preisträger des Bezirks Schwaben, Schwäbisches Volkskundemuseum, Oberschönenfeld
  • 1999 „Auf Zeit und Ewigkeit“ (BBK Darmstadt), Darmstadt
  • 2004 Maximilianmuseum, Augsburg
  • 2005 Städtische Galerie am Graben, Augsburg
  • 2006 „Kunst macht Mut“, Bildungsstätte Kloster Roggenburg
Kunstpreise u.a.:
  • 1970 Kunstförderpreis des Regierungsbezirks Schwaben
  • 2007 Kunstpreis der Stadt Neusäß

Atelieranschrift

Hubert Balze
Sonnenweg 3
86482 Aystetten

Zur Arbeit

Das Erforschen künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten hat Hubert Balze ein Leben lang fasziniert und findet in einem vielseitigen, in konsequente Werkphasen gegliederten Oeuvre seinen Niederschlag.

Man wird doch zunächst nicht Maler, Bildhauer oder Schauspieler, weil man etwas aussagen will, sondern weil man auf den Umgang mit den Ausdrucksmitteln ganz versessen ist. Ich habe noch gar nicht richtig reden können, da konnte ich mich mit Papier und Farbstiften viele Stunden beschäftigen. (Hubert Balze)

Der Sechsjährige, der wie sein Vater gerne malt und zeichnet, erhält ersten Unterricht bei einem im Dorf ansässigen Maler. Nicht kindgemäß, aber seine Einstellung zur Kunst prägend. Von Reichenau in der Oberlausitz führt der Weg der Familie schließlich nach Augsburg, wo Hubert Balze das Gymnasium bei St. Anna besucht – eine traditionsreiche Schule, die ihn als Heranwachsenden prägt und an der er, nach seinem Studium in München an der Akademie der Bildenden Künste, 33 Jahre als Kunsterzieher tätig ist.

[…]

Hubert Balze hat sich durch seine berufliche Situation die Unabhängigkeit als Künstler immer bewahren können und sich seinen Weg durch die Vorgaben des Kunstmarktes nicht diktieren lassen müssen. Oft sind gerade die wiedererkennbaren Künstler, die ihrem Stil über einen langen Zeitraum treu bleiben, beliebt und regelrecht erwünscht – ein Ziel, das Hubert Balze für sich und sein Werk nicht in Anspruch nehmen möchte.

Vor dem Künstler ist das ganze Panorama des bildnerisch Möglichen ausgebreitet und seine Arbeit wird, wenn kreativ ist, nicht streng linear verlaufen. (Hubert Balze)

Hubert Balze bewegt sich als Künstler zwischen Tradition und Moderne und bezieht sowohl die Vergangenheit wie die Gegenwart in den Kontext seiner Bilder, einen kritischen Standpunkt vertretend, mit ein. Die sich stark voneinander abgrenzenden Werkphasen lassen erkennen, dass er alle künstlerischen Mittel ausschöpft, um der Auseinandersetzung mit einem Thema gerecht zu werden.

Sylvia Jäkel-Scheglmann