Norbert Kiening

Norbert Kiening

  • 1959 in Dachau geboren, Ausbildung zum Buch- und Offsetdrucker
  • ab 1983 Studium an der Fachhochschule Augsburg im Fachbereich Gestaltung
  • 1988 Abschluss, seither freischaffender Künstler
  • 1987 Studienaufenthalt in USA, Kalifornien
  • lebt ab 1990 in Stadtbergen
  • 1992 und 1993 Arbeitsaufenthalt in USA Johnson/Vermont, Stipendium »Vermont Studio Center« u. New York, USA
  • 1994 Workshop bei Frank Stella
  • lebt seit 1995 in Diedorf
  • 1996 Arbeitsaufenthalt in USA Johnson/Vermont, Stipendium »Vermont Studio Center«
  • seit 2005 Vorsitzender Berufsverband Bildender Künstler BBK Schwaben-Nord und Augsburg e.V.
  • 2013-15 Mitglied im Kulturbeirat der Stadt Augsburg
  • 2009-12, ab 2015 Mitglied im Baukunstbeirat der Stadt Augsburg
Auszeichnungen und Preise:
  • 1989 Kunstförderungspreisträger der Stadt Augsburg
  • 1997 Kunstpreis des Landkreises Augsburg
  • 2011 Kunstpreis der Stadt Krumbach
  • 2015 Sonderpreis Zeichnung der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren/„Schwäbische Künstler in Irsee“
  • Seit 1985 zahlreiche Wettbewerbsbeteiligungen „Kunst am Bau“, Realisierungen sowie Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland
Öffentliche Ankäufe:
  • u.a.: Kissing, Brunnen Rathausplatz, Hebertshausen Rathaus, Sparkassen-Altenheim Augsburg, Skulptur für Stadtbergen, Sparkasse Donauwörth

Atelieranschrift

Norbert Kiening
Ortsstraße 2
86420 Diedorf
Ortsteil Hausen
Atelier von Norbert Kiening Atelier von Norbert Kiening Atelier von Norbert Kiening Atelier von Norbert Kiening Atelier von Norbert Kiening

Zur Arbeit

Norbert Kiening erzählt in den Bildern keine bestimmte Geschichte, die sich überprüfbar nacherzählen ließe. Er gibt sich nicht allwissend.

Er bemüht sich lediglich um die Stimmigkeit der farblichen und formalen Elemente. Diese Elemente vereinigt er zu einem irgendwie nacherlebbaren inneren Geschehen, zu einem ››stream of consciousness« (Bewusstseinsstrom), zu einem inneren Monolog.

Die Offenheit und der Bewußtseinsstrom rufen im Betrachter unterschiedliche energetische Wirkungen hervor: Die titellosen Bilder erscheinen mir wie exotisch blühende Landschaften oder wie Sätze aus einer Sinfonie in Dur oder Moll oder wie Konstrukte aus Wolken und Blumen oder wie lyrische Zeichen der kosmischen Elemente. Die Künstler des Rokoko schufen im Stuckmarmor der Säulen und Antependien vergleichbare symbolhaltige Farbgebilde.

Bestimmten Bildern möchte man einen Titel geben, zum Beispiel, »Dschungelbild«, »Wasserfall«, »Himmel« und Erde«, »Bild in Moll«, »Nacht«, »Morgen«, »Licht«.

Die Bilder von Norbert Kiening haben die ästhetische Kraft, den betrachtenden Menschen aus seinen Zwängen zu lösen. Der Mensch kann sich durch ein Kunstwerk aus dem Gefängnis von Kausalität, Raum und Zeit befreien. Während der ästhetischen Kontemplation (griech. Theoria; dt. Betrachtung, Schau) hören nach Arthur Schopenhauer die Tantalusqualen auf, ruht sich Sisiphus aus, steht das Rad des lxion still.

Fridolin Haugg